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Lehrfilm: Wenn wir uns verstecken, hat Aids schon gewonnen

Markus Commerçon, 30 Jahre alt, weiß seit 5 Jahren, dass er HIV-positiv ist. Er hat seinen Arbeitsplatz als Bäcker verloren. Sein früherer Freund, Wolfgang, ist an Aids gestorben. Heute lebt er mit Hans zusammen. Wie leben die beiden mit dem Virus? Mittlerweile arbeitet Markus in einer Aidsberatung, schreibt ein Buch und hält Vorträge zur Aidsprävention.Markus geht zur Aidsberatung, erhält vom Arzt die nötige medizinische Aufklärung und erfährt durch den Test, dass er sich infiziert hat. Der Arzt informiert sachlich, versucht aber, eine positive Einstellung zur Krankheit als wesentliche Selbsthilfe beim Patienten zu bewirken. Markus ist keiner, der sich dem Schicksal überlässt: Er versucht, sich mit seinen Gefühlen und mit der Krankheit auseinander zu setzen und entdeckt im Tagebuchschreiben die Gründe, die ihn (subjektiv) so werden ließen, wie er ist. Doch die Mutter akzeptiert keine Krankheit, die durch eine Lebensweise hervorgerufen wird, die nicht der gesellschaftlichen Norm entspricht: "Lieber ein toter Sohn als ein schwuler Sohn!" Dieses Verschweigen und Verstecken ist nicht nur ein typisches Verhalten der älteren Generation, es ist immer noch ein verbreitetes Verhaltensmuster in unserer Gesellschaft. Immer wieder findet Markus im Tagebuchschreiben die Möglichkeit, sein Leben und sein Zusammenleben mit anderen aufzuarbeiten und zu klären, so auch den Tod seines Freundes. Der Vater, der ihm einen langen Brief zum Geburtstag schreibt, wird deutlich als liebevolle, offene, suchende und verständnisvolle Persönlichkeit, die dem Sohn Mut und Halt geben möchte.

Markus ist keiner, der sich dem Schicksal überlässt: er versucht, sich mit seinen Gefühlen und mit der Krankheit auseinanderzusetzen und entdeckt im Tagebuchschreiben die Gründe, die ihn (subjektiv) so werden ließen, wie er ist. Der Sohn, der sich, die ihm vorenthaltene Mutterliebe erzwingen will. Durch Aids will er sich die Zuwendung der Mutter erkaufen. Die Krankheit schreitet fort, die Ängste mehren sich, das Zusammenleben mit dem Partner gestaltet sich wie in einer Ehe zusehends problematisch. Markus fühlt sich schwach, von den Problemen des Alltags aufgefressen und nicht genügend verstanden. Sie trennen sich, der 30. Geburtstag wird als totaler Neuanfang in neuer Umgebung und Ungebundenheit erlebt. Der Vater, der einen langen Brief zum Geburtstag schreibt, wird deutlich als liebevolle, offene, suchende und verständnisvolle Persönlichkeit, die dem Sohn Mut und Halt geben möchte. Markus fühlt sich angenommen und verstanden. Und doch bleibt am Ende das Films die bittere Wahrheit: Aids ist eine Krankheit, die den Betroffenen zutiefst einsam macht. >Ich will nicht an Aids sterben. Ich kämpfe und kämpfe aber mir wird immer enger.< Markus stirbt 1996.

Im Kaufpreis dieses Films ist pädagogisches Begleitmaterial enthalten. Nach dem Kauf erhalten Sie eine E-Mail mit einem Link, über den Sie das Material herunterladen können.

Jahr: 2009
Studio(s): Arbeitsgemeinschaft Medien
Laufzeit: 41 Minuten
Zielgruppe: Mittelstufe, Oberstufe
Sprachfassung: Deutsch
FSK: Lehrprogramm

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